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Gemeinde Crawinkel

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Bahnhofstraße 10

99330 Crawinkel

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Montag: 17:00 - 19:00 Uhr

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Bürgermeister

Heinrich Bley

Tel.: 0171/ 3257755

E-mail: buergermeister@crawinkel.de

www.crawinkel.de

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Historisches

Die erste urkundliche Erwähnung Crawinkel stammt aus dem Jahre 1088. In den Annalen des Klosters von Gosek erscheint zum ersten Male der ursprüngliche Name Cravunkele. Doch schon vor dem Jahre 1000 muß eine Kapelle oder Celle am damaligen Knotenpunkt zweier wichtiger Heer- und Handelsstraßen und am heutigen Standort der Kirche gestanden haben, die dann zur Gründung des Ortes führte. In dieser Kapelle haben sich die Fuhrleute noch einmal zum Gebet versammelt, bevor sie die schwierigste Strecke auf dem Weg ins Frankenland antraten.


Der älteste Teil des Ortes ist der Marktplatz mit der Sankt Marienkirche. Im 30- jährigen Krieg wurden die Kirche und weitere 200 Gebäude restlos zerstört. Es dauerte fast 100 Jahre bis die Gemeinde sich von den Verwüstungen erholte und wieder aufgebaut wurde.


Erst 1680 begann man mit dem Aufbau der Kirche und im Jahr 1758 erhielt sie die jetzige Gestalt.


Schon frühzeitig besaß Crawinkel das Malz-, Weißback- und Brauprivilegium sowie das Marktrecht zu Ohrdruf.


Crawinkel war in früherer Zeit als Fuhrmannsdorf bekannt. Aber nicht nur Bewirtung und Quartier fanden Durchreisende, sondern es wurden auch Vorspanndienste für fremde Fuhrleute geleistet. Gewöhnlich leisteten die Crawinkler Fuhrleute Vorspanndienste bis auf die Höhe von 922 m am Beerberg, von wo aus der Handelsweg abwärts durch die Suhler Leube ins Frankenland führte. Noch heute sind die Bezeichnungen „Suhler und Crawinkler Ausspanne“ bekannt.


Aus dem 17.Jhd. ist überliefert, daß die damals 680 Einwohner zählende Gemeinde in den Stallungen der Gasthöfe etwa 200 Pferde unterbringen konnte.


Das größte Gebäude der Gasthof „Zum güldenen Stern“ am Ende des Marktplatzes existiert in seiner alten Form nicht mehr. Nur der Unterbau ist stehengeblieben. Durch Einwirkung von Kriegsschäden wurden die oberen Stockwerke vernichtet. Es war der bekannteste Gasthof in der Umgebung. Große Stallungen und Scheunen gehörten zu diesem Anwesen.


Im Ort befanden sich mehrere Pferdeschwemmen, u.a. auf dem Marktplatz. In diesen Schwemmen wurden die Pferde von Schweiß und Straßenstaub gereinigt.


Ein uraltes Handwerk in Crawinkel war das Mühlsteinhauergewerbe. Im Jahre 1519 wurden zum ersten Male Crawinkler Mühlsteine urkundlich genannt. Die Steinbrüche lagen weit ab in der Lütsche und am Borzel.


1875 gab es im Ort noch elf Mühlsteinhauerwerkstätten, die zusammen jährlich über 600 Mühlsteine anfertigten.


Neben den Mühlsteinen gehörte der Kienruß zu den wichtigsten Handelsgütern der Crawinkler Fuhrleute. Noch zur Jahrhundertwende standen am Ausgang Crawinkel in Richtung Ohrdruf die Crawinkler Kienrußhütten.


Der Kienruß wurde vor allem in die Hafenstädte bis nach Holland transportiert, wo er als Farbstoff für den Anstrich der Schiffskiele Verwendung fand.


Mit dem Ausbau der Straße von Ohrdruf nach Oberhof und der Erweiterung des Eisenbahnnetzes von Ohrdruf nach Gräfenroda ging auch bald das Crawinkler Fuhrmannswesen seinem Ende entgegen.


1945 erlebte der Ort zum zweiten Male eine furchtbare Katastrophe, wie schon einmal im Dreißigjährigen Krieg. In den letzten Kampftagen des Zweiten Weltkrieges zwischen dem 1. und 11. April wurde der Ort bis auf etwa 75% zerstört.